Erfahrungsbericht von Paula Pankok, High School in Melbourne 2012/13

Vor gut 7 Wochen bin ich von meinem unglaublich tollen Auslandsaufenthalt in Australien wiedergekehrt.  Zehn Monate habe ich in Melbourne gelebt, der Hauptstadt des Bundestaates Victoria.

Am 31. Juli stieg ich abends in einen riesen Quantas Flieger in Frankfurt. Der Abschied von meiner Familie und Freunden war schon nicht ganz so einfach und insgesamt war die ganze Reise sehr emotional. In mir herrschte ein Gefühlschaos. Trauer darüber: Deutschland, meine Familie und Freunde und alles andere was mein Leben ausmachte, zurück zu lassen, für fast ein ganzes Jahr! Zu diesem Zeitpunkt war ich mir noch nicht sicher, ob ich es tatsächlich fast ein Jahr ohne das gewohnte Umfeld aushalten werde... Angst und Unsicherheit wie es alles wohl sein wird, ob ich mich gut in meiner Gastfamilie einleben werde, Freunde in der Schule finden werde und Heimwehphasen überwinden würde. Und dann aber auch diese riesige Abenteuerlust und Freude auf etwas komplett Unbekanntes. Ein anderes Land, eine unbekannte Kultur, eine fast fremde Sprache, eine zweite Familie und ein großer Schritt in die Selbstständigkeit.
Irgendwann hatte ich mich - noch vor der Abreise - schon von zu Hause verabschiedet, war aber auch noch nicht in Australien angekommen... Ich befand mich sozusagen schon irgendwo in Asien mitten auf der Reise... Dieser Zustand / dieses Gefühl beschäftigte mich innerhalb meiner letzten Wochen in Deutschland. Ähnlich ging es mir dann auch einige Wochen vor dem Rückflug nach Deutschland.

Ich erinnere mich noch sehr genau an die Situation am Flughafen, als ich mich von meinen Eltern und meiner Schwester verabschiedet habe. Meine Familie hatte eigentlich geplant noch mit mir essen zu gehen, zum 'letzten Mahl'. Ich konnte diesen Moment aber nicht mehr aushalten und wollte dann einfach nur durch die Sicherheitskontrolle gehen, mich endgültig verabschieden und irgendwo dieses Kapitel abschließen, um das Abenteuer Australien zu beginnen.
Die Flüge habe ich im Großen und Ganzen sehr genossen. Darüber war ich überrascht, da es mir davor eher ein Graus war. Am Ende waren sie mir fast schon zu kurz und die Zeit ging rasend schnell vorbei, sicher auch durch das tolle Flight Entertainment, den freundlichen Service und das Essen was serviert wurde. Ich bin zusammen mit einer anderen Austauschschülerin hin und zurück geflogen. Das war sehr schön, wir konnten uns gut austauschen.

Mit dem Englisch kam ich schnell sehr gut klar. Meine Sprachkenntnisse haben sich von Tag zu Tag verbessert. Meinen deutschen Akzent konnte ich leider nicht ganz verlieren, aber mein Englisch ist nun ziemlich fließend würde ich sagen.
In der Schule habe ich auch gut Freunde gefunden. Jeder war sehr zuvorkommend und hilfsbereit. An meiner Schule waren noch 2 andere Austauschschüler, ein Mädchen aus Mexiko und ein Mädchen aus Japan.
Mit der Japanerin habe ich mich sehr eng angefreundet, wir haben viel miteinander unternommen und uns gegenseitig besucht. Ihre Gastfamilie hat mich sogar in den Osterferien für zwei Wochen mit in den Urlaub nach Neuseeland genommen. Das war ebenfalls eine wunderbare Zeit, so konnte ich auch noch einen Eindruck von dem Nachbarland Australiens bekommen.

Ein Tipp an zukünftige Austauschschüler, passt auf, dass ihr nicht NUR mit anderen Austauschschülern etwas zusammen macht. Ich habe zum Teil die Erfahrung gemacht, da eine Austauschschülerin nicht in meinem Jahrgang war, dass es einen schon davon ablenken kann in den Pausen mit den Leuten aus dem eigenen Jahrgang zusammen zu sein... Denn schließlich wollte ich vor allem festere Freundschaften mit Australiern schließen.

Es ist Wahnsinn, wie schnell die 10 Monate plötzlich dem Ende nahten. Ich habe das Land und die Menschen lieben gelernt. Ich bin unglaublich dankbar für diese wunderbare Erfahrung. Unglaublich dankbar, dass meine Eltern mir diesen Auslandsaufenthalt ermöglicht haben und mir immer zur Seite standen. Unglaublich dankbar, dass meine tolle Gastfamilie mich so liebevoll aufgenommen hat, mir so viele einzigartige Orte in Australien gezeigt hat und immer das Beste für mich möglich gemacht hat. Unglaublich dankbar bin ich auch meinen Schulfreunden und Lehrern, dass sie mich in Schul- und Freizeitereignisse eingebunden haben und mich mit einer sehr großen Herzlichkeit aufgenommen haben.

Diese Erfahrung wird in meinem Leben noch lange positiv nachklingen.  Ich empfehle jedem, der interessiert an anderen Ländern und Menschen ist, tolerant und offen durch die Welt läuft und sich vorstellen kann ein Jahr in einer anderen Familie zu leben, einen Austausch zu machen!! Es ist eine unbeschreibliche Erfahrung!

Mein Rat an alle zukünftigen Austauschschüler:
“Twenty years from now you will be more disappointed by the things you didn't do than by the ones you did so. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover." - Mark Twain

High School Australien Erfahrungsberichte

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